BVDN Förderverein verabschiedet sich
Die Anfänge: Von der Idee zur Akademie
Im Jahr 1995 setzte der damalige Vorstand des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte einen Arbeitskreis „Akademie“ ein. Der vielen noch bekannte Albert Zacher aus Regensburg, damals selbst aktiv im Vorstand, erhielt den Auftrag, Regularien zu erarbeiten. Aus dieser Initiative entstand später – da der Begriff „Akademie“ nicht geschützt war – der Förderverein für Fort- und Weiterbildung in der psychiatrischen und neurologischen Praxis e. V..
Wie es sich für einen ordentlichen Verein gehört, wurden eine Satzung und ein eigenes Logo erstellt.

Abb. : Logo des Fördervereins (Quelle Carl und Weih, Privat)
Die ersten Mitglieder und ihre Verdienste
Zu den ersten Mitgliedern zählten Frau Barth-Stopik (Berlin), Herr Gottwald (Stuttgart), Herr Hoffmann (Aschaffenburg), Gunther Carl (Kitzingen) und Roland Urban (Berlin).
Besonders hervorzuheben ist Roland Urban, der über 30 Jahre als Protokollführer und Vorstandsmitglied tätig war. Während Herr Hoffmann lange als Arzt aktiv blieb, zog er sich bald aus dem Förderverein zurück. Herr Gottwald schied 2002 aus, ihm folgte Herr Reuther (Bad Neuenahr). 2004 trat Frau Barth-Stopik zugunsten des bekannten Kollegen Dr. F. Bergmann zurück.
Fortbildung als Kernaufgabe
Gemäß der Satzung führte der Förderverein zahlreiche Seminare für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte durch – nicht nur in Bayern, sondern auch in Regionen jenseits der großen Universitätskliniken. Themen wie Fahrtauglichkeit fanden ebenfalls Platz, obwohl sich dafür kaum Sponsoren fanden.
2011 wurden bundesweit zwölf Seminare mit über 450 Teilnehmern durchgeführt. 2013 kam die Rundmail „Das muss man wissen“ hinzu, 2014 folgte die eigene Internetseite. Viele Seminare waren ausgebucht, besonders das Gutachtenseminar mit Professor Widder und Richter Kainz, das bis heute in veränderter Form bei den ZNS-Tagen angeboten wird.
Neue Führung und innovative Formate
2015 übernahm Gunther Carl den Vorsitz, Christian Vogel (München) wurde Kassenwart – ein Amt, das er bis heute innehat. Der Verein begann, Fortbildungsseminare auch während der NUP-Tage in Köln durchzuführen. Diese Veranstaltungen waren die Vorläufer der heutigen ZNS-Tage, die inzwischen eine einzigartige Mischung aus Seminaren, Berufspolitik und Fortbildung bieten.
Herausforderungen und Engagement
Nicht immer waren wir Ärztinnen und Ärzte mit den Vereinsformalitäten vertraut. Protokolle für Registergericht, Finanzamt oder Steuerberater waren oft eine Herausforderung. Dennoch gelang es uns, jedes Jahr eine ordentliche Steuererklärung abzugeben – auch wenn Begriffe wie Umsatzsteuer, Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Gewerbesteuer nicht gerade unsere Spezialität sind.
Ausblick: Gemeinsam in die Zukunft
Wir blicken optimistisch nach vorn: Mit erfolgreichen Veranstaltungen wie den ZNS-Tagen in Köln und weiteren Angeboten wie NeuroWorkshop, PsyWorkshop, MFA-Fortbildung und Abrechnungswebinaren bauen wir den Bereich Fortbildung weiter aus. Inhaltlich durch Fachexpertise aus den eigenen Reihen. Zusätzlich in der Geschäftsstelle von Elisa Pruckner begleitet, für die Durchführung vor Ort haben wir die Agentur diaplan beauftragt, sich mit der Veranstaltungsorganisation um die Abläufe zu kümmern. Dieses Zusammenwirken der unterschiedlichen Expertisen ermöglicht uns Qualität und Quantität in unseren Fortbildungen weiterzuentwickeln. Wir sind glücklich über die zahlreichen Mitglieder, die die Fortbildungsangebote nutzen.
Unser Ziel bleibt klar: Fortbildung auf höchstem Niveau – für eine starke Gemeinschaft und hervorragende Versorgung.
Ihr Markus Weih
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